«Man kommt nicht darum herum, sich unterzuordnen»

Uferlos unterstützt den folgenden Aufruf:

ÖFFENTLICHER RAUM FÜR ALLE!
Mit der Räumung des Ex-Migrol-Areals wurde der wohl letzte öffentliche Ort in Basel zerstört, welcher von einer grossen Gemeinschaft aufgebaut & belebt wurde und selbstorganisiert funktioniert hat.
Seit letztem Sommer haben sich mehrere hundert Menschen während unzähliger Stunden ausgetauscht, gemeinsam zu Musik getanzt, gelacht, getrunken. Sie haben in vielen schweisstreibenden Stunden Material verwertet, welches sonst auf dem Müll gelandet wäre und sich damit einen Ort erbaut, welcher für alle offen stand. Jeder konnte sich einbringen, Ideen vorstellen und sich respektiert und willkommen fühlen. Die Glitzerreste, die Neonfarben, die Sonnenuntergänge, die Stunden am Feuer haben bewegt und führen bei allen, welche diese miterlebt haben, zu wunderschönen Erinnerungen.

Dahinter stehen grundlegende Bedürfnisse, Wünsche und Träume. Öffentlicher Raum, wie es die Brache an der Uferstrasse bis zur Vergabe an eine Zwischennutzung war, soll von allen mitgestaltet werden können.

WIR FORDERN UNKOMMERZIELLE KULTUR- UND LEBENSRÄUME!

SCHLUSS MIT DER VERWERTUNGSPOLITIK!

Warum müssen öffentliche Plätze von kommerziellen Projekten vereinnahmt werden? Warum geschieht die Stadtplanung von oben herab? Wer darf bestimmen, wie dieser öffentliche Raum genutzt und belebt wird? Warum müssen die Hürden für eine unkommerzielle und öffentliche Veranstaltung so hoch sein?

STADT FÜR ALLE!

Jede_r soll mitbestimmen dürfen, soll den öffentlichen Raum gestalten können, losgelöst von einschränkenden Reglementen und Auflagen, die jede Veranstaltung in dasselbe Korsett drängen. An der Uferstrasse wäre dies möglich gewesen und hat knapp ein Jahr ohne Zwischenfälle funktioniert. Gemeinschaftlich wurde eine Steinwüste ohne irgendwelche finanzielle Hilfe in eine blühende Stadtoase verwandelt: Mit kulturellen Veranstaltungen, mehreren Gärten, Pflanzen, Wildbienen und viel gemeinschaftlichem Leben.

Alles was an diesem Ort, in einem gemeinschaftlichen, herrschaftsfreien und uferlosen Rahmen geschaffen wurde, das Gefühl willkommen zu sein, mitmachen zu können, ein Teil vom Ganzen zu sein, all dies wollen wir weiterhin leben. Die Menschen und ihre Ideen, Träume und Bedürfnisse werden nicht einfach verschwinden, weil dieser Platz geräumt wurde um so eine Zukunft zu zerstören, welche von Gemeinschaftlichkeit und Selbstorganisation geprägt ist. Unsere Träume lassen sich nicht mit Geld vernichten, unsere Bedürfnisse können nicht mit materiellen Werten befriedigt werden. Wir wollen mit euch einen Schritt vorwärts gehen, darum möchten wir einladen.

Vollversammlung
Sonntag, 8. Juni 2014
St. Alban Tor
13.00 Uhr

(bringt Getränke, Musik und Abfallsäcke mit!)

 

Im Anschluss an die Vollversammlung:

HOLGER BURNER (Klassenkampfrap aus Hamburg)

TISON CANDELO feat. DÄNU (latin-accoustic aus Basel)

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