Solidarität ist unsere Waffe!

Liebe Menschen,

in den vergangenen Wochen sind die Gerichtsurteile an die Betroffenen der Räumung von Haafescharte und Uferlos ausgesprochen worden. Die über 30 verhafteten Personen wurden allesamt wegen Hausfriedensbruch und dem Stören einer polizeilichen Massnahme verurteilt. Das bedeutet konkret, dass alle mit einer zwei Jährigen Bewährungsstrafe und einer Geldbusse bestraft wurden und als Verurteilte auch die gesamten Gerichtskosten tragen müssen. Dies ist leider nicht für alle möglich. Trotz der Tatsache, dass einige ihre Strafe abarbeiten oder gar im Gefängnis absitzen, belaufen sich die Kosten insgesamt auf eine fünfstellige Zahl (mehrere hundert Franken pro Person).

Um unseren Freundinnen und Freunden, welche sich mit zivilem Ungehorsam und friedlich gegen die Zerstörung von kultureller Vielfalt eingesetzt haben, in dieser Sache beistehen zu können, wurde die Antirep-Gruppe aktiv. Die AntiRepressions-Gruppe Basel versucht Menschen, welche auf Grund politischer Aktivitäten von polizeilicher Repression betroffen sind, auf verschiedene Art zu helfen. In diesem Fall mit Anwaltsvermittlung, Infos und Hilfe zu diversen Fragen aber auch mit Unterstützung beim Bezahlen der Bussen und Geldstrafen. Um die Kosten zu tragen, welche nun von der Antirep-Struktur aufgefangen werden, möchten wir um eure Mithilfe bitten.

Besucht eine der geplanten Soli-Veranstaltungen (Infos dazu werden folgen),
oder vielleicht habt ihr sogar die Möglichkeit eine eigene Veranstaltung zu organisieren?

Andererseits könnt ihr aber auch ganz einfach einen Soli-Batzen auf das Konto der Antirep-Gruppe überweisen:

AntiRepressions-Gruppe Basel,
4000 Basel,
60-425124-0
Betreff: Hafenplatz

Alle Betroffenen und auch wir möchten uns bereits jetzt für jegliche Unterstützung bedanken!

Zudem möchten wir noch einmal betonen, dass wir uns nicht von solchen Verurteilungen einschüchtern lassen. Exemplarisch wurden diese Menschen zu hohen Geldbussen und Bewährungsstrafen verurteilt, deren abschreckende Wirkung eine Teilnahme an zukünftigen Veranstaltungen verhindern soll. Wir aber möchten gemeinsam und solidarisch für unsere Wünsche und Träume einstehen und werden daher unsere Freundinnen und Freunde beschützen. damit auch sie mit uns weiterträumen können. Betroffen sind ein paar Wenige, gemeint sind wir alle, also lassen wir gemeinsam die Repressionsmaschinerie ins Leere laufen.

Es liegt an uns allen, den Menschen dieser Stadt, mit noch mehr Nachdruck unsere Anliegen zu vermitteln. Nicht wir sind es die zerstören und mit gewalttätigen Mitteln unsere Rechte fordern, nicht wir sind es, die mit Steuergeldern Brachen räumen und vor sich hinvegetieren lassen. Wir haben gezeigt, dass wir die Stadtentwicklung selber in die Hand nehmen können, gemeinsam, mit allen Involvierten, mit Rückhalt im Quartier und Ideen, die allen zugute kommen. Lasst uns mit Vehemenz einen kulturellen Raum fordern, den wir definieren können, einen gemeinschaftlichen Raum, in dem keine und keiner ausgeschlossen wird, einen Raum wo wir unabhängig von Profitabsichten Ideen verwirklichen können.

Für ein selbstverwaltetes und unabhängiges Kulturzentrum.
Für ein solidarisches Miteinander.
Für die uferlose Freiheit.

aufruf

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